Freitag, 29. Januar 2010

Wissenschaft - oder Wissenshypothese?

Durch einen Artikel vom "Alles Schall und Rauch" Blog bin ich auf mein heutiges Thema gekommen.

Viele Menschen machen den Fehler und behandeln die Wissenschaft, als wäre sie in Stein gemeisselt, wettern zeitgleich aber über "unsinnige" Religionen.
Wer im Glashaus sitzt...

Nun, was ist Wissenschaft?
Wissenschaften sollen ja Erkenntnisse liefern. Uns quasi das "Wie" und "Warum" erklären - die Wirkung sehen wir ja selber. Nun basieren diese Erklärungen aber allesamt nur auf Annahmen. Diese Annahmen werden geprüft. Halten sie dem Test stand, gelten sie als fundierte Theorie. Aus dieser Theorie können dann weitere Hypothesen abgeleitet werden.
Hier ein ganz simples Beispiel:
Der gute alte Sir Isaac Newton. Dem Mythos nach, fiel ihm ja eines Tages ein Apfel auf den Kopf. Und so fragte sich Sir Newton; "Ja, wieso fällt mir denn eigentlich der Apfel auf den Kopf?"
Die Antwort darauf kennen wir ja heute - die Gravitationskraft der Erde (und anderer Massen). Wir wissen also: Die Erde hat eine gigantische Masse, die alles zu ihrem Kern ziehên will.
Was wir aber nicht wissen ist, wie die Gravitation wirkt. Und warum. Klar; Grosse Massen ziehen kleine Massen an. Aber warum?
Weil man es bis jetzt immer so beobachtet hat.
Würde dies aber auch nur ein einziges Mal nicht der Fall sein - die ganze Theorie würde wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen.

Dessen muss man sich einfach bewusst sein, wenn man mit Wissenschaften hantiert. Sie geben uns ein Gefühl von Sicherheit. Wir meinen dadurch, die Welt zu verstehen. Wir versuchen die Welt in Worte zu fassen, statt sie zu erleben, zu fühlen.
Ich will hier aber nicht leugnen, dass Wissenschaften auch positiv sind. Allerdings sollte man auch der Wissenschaft nie blind vertrauen. Ein gesundes Mass an Skepsis und "hinterfragen" ist angebracht.
Vieles was in unseren Schulbüchern steht, steht einfach da. Oftmals sind es sogar nur Hypothesen, die völlig unbestätigt sind. (Siehe den oben verlinkten Beitrag)
Man sollte zu einer Theorie/Hypothese auch immer möglichst viele Blickwinkel betrachten und sich selbst ein Bild davon machen. Die Pro-Studie wird gerne Contra-Details verschweigen/schönen, und umgekehrt.
Ein Lied besteht ja auch nicht aus einer Reihe gleicher Noten. Erst die unterschiedlichen Noten machen das Lied aus. So ist es meiner Meinung nach eben auch bei der Wissenschaft.

Dass Wissenschaft auch missbraucht werden kann, zeigt ja die "Klimawandel"-Affäre. Medien, Politik und die IPCC vertraten geschlossen die These des anthropogenen Klimawandels, verursacht durch anthropogenes Kohlendioxid.
Die krasse Gegenseite dazu sind die "Klimazweifler". Laut ihnen sind Wasserdampf und Sonne für den Klimawandel verantwortlich.
Hier haben beide ein bisschen Recht, meiner Meinung nach.
So macht Wasserdampf den Grossteil der Atmosphäre aus, hat demzufolge also auch den grössten Einfluss. Die Sonne hat so oder so gewaltigen Einfluss - ohne Sonne, nix Klima.
Allerdings ist Co2 auch ein Atmosphärengas. Allerdings in solch verschwindend geringen Prozentanteilen, dass es lediglich ein kleiner "Mitwirkfaktor" ist, denn ein Hauptverursacher. Zumal der Mensch ja lediglich 5% des jährlichen Co2-Austosses weltweit produziert - die Natur hält mit 95% einen 19x mal grösseren Anteil. Wir sind im Vergleich zur Natur also quasi nur das "Fürzchenc im Winde".
Dennoch kann man sicher nicht total verleugnen, dass Co2 einen Einfluss auf das Klima hat. Nur ist dieser so verschwindend gering, dass er eben nur mitspielt.
Um auf das Obige zurück zu kommen, sehen wir hier das beste Beispiel meiner Thematik. Wir wissen, dass sich das Klima verändert (hat es schon immer getan - ob mit oder ohne Mensch), aber wir wissen icht, wie diese Mechanik funktioniert im Detail.

Da frage ich mich, ob es Sinn macht, wenn wir uns den Kopf darüber zerbrechen, wie das Universum entstand. Nachprüfen könenn wir es nicht, empirische Beweise anzubringen ist ebenfalls schwer.
Wir können eben hier nur auf die nackte Grundlage der Wissenschaft zurückgreifen: Etwas annehmen, und diese Annahme dann ausarbeiten und zu einer Theorie entwickeln. Darauf basiert ja unsere Wissenschaft, die Mathematik, die Physik, die Biologie...

Man beobachtet etwas, verursacht zu ergründen, weshalb das passiert ist und so entsteht eben eine Theorie.
Klar bringt uns die Wissenschaft viel Angenehmes. Computer, Telefone, Medizin und so weiter. Allerdings sollten wir uns nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, finde ich. Wir sollten uns mehr Zeit nehmen, um die Natur zu erleben, und nicht zu erklären. Unsere Welt funktioniert wie sie funktioniert, und ob wir das nun erklären können oder nicht, ändert nichts an der Tatsache:

Die Welt funktioniert.

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